Forest Humus – unklare Rechtslage

Forest Humus – Bevor ich auf meine Erfahrungen mit diesem Produkt – welches als Pflanzendünger deklariert wird – eingehe, möchte ich zuvor ein paar Worte zu der relativ unklaren Rechtslage verlieren. Beim Pierre gibt es Informationen darüber, dass in verschiedenen Proben von Forest Humus lt. einer Analyse des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg diverse synthetische Cannabinoide gefunden wurden. Das dürfte nach den Erfahrungen mit Spice niemanden mehr verwundern, bedenklich ist allerdings, dass lt. dieser Quelle u.a. das C8-Homologe von CP47,497 enthalten sein soll.

Seit dem Spice-Verbot im Januar unterliegen die synthetischen Cannabinoide JWH-018, CP47,497 und deren Homologe dem deutschen BtmG. Dies hat zur Folge, dass Produktionschargen von Forest Humus, welche das besagte Cannabinoid enthalten, in Deutschland tatsächlich verboten sind. Interessant wird die Angelegenheit dadurch, dass es auch eine Gegendarstellung gibt, die durch eine Analyse des Medizinischen Labors Bremen versichert, dass zumindest keine Substanzen, welche unter das BtmG fallen, enthalten sind.

Ich möchte weder die Ergebnisse von Dr. Auwärter aus Freiburg noch die Ergebnisse aus Bremen in Frage stellen, so wie das an vielen Stellen im Web – teilweise mit aberwitzigen Verschwörungstheorien bzgl. Forest Humus – schon geschehen ist. Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist relativ simpel, ich vermute, dass beide Ergebnisse stimmen. Machen wir uns doch nichts vor, die Hersteller von Räuchermischungen – und jetzt auch Pflanzendüngern – wollen mit ihren Produkten Geld verdienen.

Der deutsche Markt dürfte ziemlich lukrativ sein, also liegt es doch relativ nahe, dass die in Forest Humus eingesetzten Cannabinoide je Produktionscharge variieren, um so für etwas mehr Verwirrung und Arbeit auf der Seite der Gesetzeshüter zu sorgen und weitere Verbote zu verzögern. Das ist für die deutschen Kunden und vorallem für deutsche Headshops/Händler sehr problematisch, da diese natürlich nicht wissen, was letztlich in den Produkten drin steckt und somit quasi dauerhaft mit einem Bein im Knast stehen – um es einmal etwas überspitzt auszudrücken.

Letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob er die rechtlichen Risiken – welche aktuell von Forest Humus ausgehen – für den Rausch auf Konsumenten-Seite und die Schnelle-Mark auf Händler-Seite in Kauf nimmt. Mir wurde das Produkt Forest Humus vor ein paar Tagen noch als legaler Pflanzendünger in einem Headshop angeboten, so dass ich im nächsten Beitrag über meine Erfahrungen mit der Rauschwirkung berichten werde.

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1 Kommentar bis jetzt

  1. Pierre Markuse sagte am  Juli 10th, 2009   18:19

    Genau das sage ich auch immer: Auch ich gehe davon aus, dass sowohl die Analyse von Dr. Auwärter wie auch alle anderen Analysen richtig sind. Problem dabei ist einfach: Entweder es gab/gibt verschiedenen Chargen Forest Humus, oder es liegt alles an einem Produktpiraten. Beides zwei ziemlich blöde Situationen, insbesondere für Headshops die nur legale Ware verkaufen dürfen.

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