Räuchermischungen nachweisbar

Eine häufig gestellte Frage im Bereich der Räuchermischungen ist die Frage nach der Nachweisbarkeit im Rahmen von diversen Testverfahren zum Beispiel bei einer Verkehrskontrolle oder im Rahmen einer MPU etc…Um es kurz zusammen zu fassen, durch die vielen und immer schnelleren verhängten Verbote, kommen viel zu schnell immer neue legale Räuchermischungen auf den Markt als dass man Testverfahren für die gerade erst entdeckten Stoffe entwickeln könnte. Man kann Kräutermischungen der neuesten Generation also nicht nachweisen.

In jedem Ratgeber zum Thema Kiffer im Straßenverkehr lernt man, dass man schnelltests stets verweigen sollte, da diese häufig dazu neigen, falsch-positive Ergebnisse zu liefern. Bekannt ist zum Beispiel, dass der bekannte und sehr beliebte, weil effektive und zugleich gut verträglichge, Wirkstoff Ibuprofen aus dem Bereich der nicht nichtsteroidalen Antirheumatika beim Test auf Cannabis häufig zu falschen ergebnissen führt.

Die Konsequenz ist zwar unter Umständen eine Blutprobe, allerdings stellt das Ablehnen des Schnelltests im Grunde keinen ausreichenden Verdachtsmoment dar, um eine Blutprobe zu rechtfertigen. Leider sind die Beamten da häufig anderer Ansicht und eigentlich geht es hierbei ja auch um das Thema, ob Räuchermischungen nachweisbar sind. Um diese Frage zu beantworten, sollte man das Prinzip derartiger Testverfahren in etwa verstehen. Hierbei wird entweder direkt auf das Vorhandensein von einem bestimmten Stoff getestet, oder aber auf Abbauprodukte, welche den Konsum einer bestimmten Substanz ebenso belegen.

Der Vorteil beim Thema Räuchermischungen speziell im Hinblick auf die Nachweisbarkeit liegt darin, dass die enthaltenen Cannabinoide in der Regel unbekannt sind, zumindest weitgehend in dem Zeitraum, in dem die Produkte legal vertrieben werden. Vor diesem Hintergrund ist klar, dass Schnelltests oder ähnliches, welches die in den Räuchermischungen enthaltenen Cannabinoide nachweisen, nicht zur Verfügung stehen. Die Wirkstoffe, welche in den Räuchermischungen der verschiedenen Generationen Verwendung finden, haben chemisch betrachtet nichts mit THC & Co gemeinsam.

Aus diesem Grund ist der Konsum von Räuchermischungen mit Cannabis-Tests nicht nachweisbar. Wenn das Blut des Konsumenten im Labor untersucht wird, zum Beispiel direkt nach dem Konsum, dann ist es natürlich möglich, einen besteimmen Wirkstoff nachzuweisen. Allerdings ist dieser meist unbekannt und darüber hinaus auch im Gesetz garnicht aufgeführt. Vor diesem Hintergrund ist ersichtlich, warum besonders für Menschen, die zum Beispiel im Rahmen einer MPU regelmäßige Urinproben abliefern müssen, um ihre Abstinenz zu beweisen, Räuchermischungen derartig attraktiv sind.

Ehrlich gesagt fühle ich mich beim Schreiben dieser Zeilen etwas Unwohl, weil ich damit vielleicht einige Zeitgenossen auf dumme Ideen bringen könnte. Auch wenn man in der Theorie, vor dem Hintergrund, dass die Frage ob Räuchermischungen nachweisbar sind, zumindest in dem geschilderten Kontext, mit nein beantwortet werden muss und man somit ziemlich stressfrei berauscht am Straßenverkehr teilnehmen könnte und auch über Verkehrskontrollen mit Testverfahren erhaben hinweg schauen könnte, möchte ich dies in keinster Art und Weise fördern.

Wenn man berauscht (=mit einem verminderten Reaktionsvermögen) am Straßenverkehr teilnimmt liegt das Problem nicht in der Gefährdung des eigenen Wohls, die Konsequenzen hierfür müsste man nur alleine tragen. Das Problem und die brisanz einer Trunkenheitsfahrt liegt darin begründet, dass man im Zweifelsfall die eigene Bequemlichkeit in punkto Fortbewegung über das Leben und die Unversehrtheit anderer Verkehrsteilernehmer stellt. Wenn man diesen Sachverhalt einmal nüchtern betrachtet, dann wird vermutlich jeder zu dem Ergbnis kommen, dass man selbst unter keinen Umständen möchte, dass jemand selbiges Verhalten zeigt.

Vor diesem Hintergrund sollte jeder verstehen, dass man in jedem Fall nach dem Konsum von Räuchermischungen von einer aktiven Teilnahme am Straßenverkehr absehen sollte. Dies bedeutet, dass man das Auto, Mopped oder was auch immer solange stehen läst, bis man seinen Rausch ordentlich ausgeschlafen hat. Hierdurch stellt man sicher, dass man den Konsum der Räuchermischungen und die Teilnahme am Straßenverkehr strikt trennt. Genau dies ist ein sehr wesentlicher Bestand der charakterlichen Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges.